Lippische Landeszeitung: Aufgaben bereits vorher verteilt
Dienstag, 6. November 2007
Förderplan ohne Beteiligung freier Träger
Lemgo (tis). Zwei Werkshops zum Kinder- und Jugendförderplan waren einst anberaumt – aber nur der erste der Termine fand statt. Beim zweiten war das Interesse der freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit erlahmt. Mit einer Eingabe sorgt die Bürgerinitiative „Bürger für Lemgo" nun dafür, dass sich der Jugendhilfeausschuss erneut mit dem Thema befassen wird.
Für die Jahre 2007 bis 2009 hatte der Jugendhilfeausschuss
als Reaktion auf das vor zwei Jahren nicht zustande gekommene zweite Treffen hin die Verwaltung beauftragt, den Förderplan selbst zu erstellen, wie Reinhold Tölke, Leiter des Jugendamtes, bestätigt. In diesem Plan sollen Kommunen die Schwerpunkte ihrer Kinder-und Jugendarbeit fixieren - möglichst unter Beteiligung der freien Träger. Geklappt hat in Lemgo nur ersteres, was die „Bürger für Lemgo" monieren. Tölke indes hat eine einfache Antwort: Entweder besorgen die Träger in der alten Hansestadt hauptsächlich ehrenamtlich einen klar umrissenen Aufgabenbereich oder aber es bestünden bereits Leistungsverträge, die über die Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit Auskunft gäben.
Zusätzliche Aufgaben seien nicht zu verteilen gewesen. Von den für freie Träger vorgesehenen 30000 Euro bekämen einige Organisationen gerade einmal einen dreistelligen Betrag. Das geringe Interesse könne er daher durchaus nachvollziehen, unterstrich der Amtsleiter.
Wolfgang Sieweke von den „Bürgern für Lemgo" schlägt in seinem Antrag für die Fortschreibung des Planes vor, Kinder und Jugendliche sowie die Schulen an der Erarbeitung zu beteiligen.
An den Bürgermeister
Herrn Dr. Austermann
Marktplatz 1
32657 Lemgo
Betr.: Anregungen im Rahmen der „Bürgeranfragen“ gemäß §24GO i.V. mit
§14 Hauptsatzung der Alten Hansestadt Lemgo
„Erster kommunaler Kinder- und Jugendförderplan“
Sehr geehrter Herr Austermann, sehr geehrte Damen und Herren,
zum Ersten kommunalen Kinder- und Jugendförderplan (Planungszeitraum 2007 – 2009)
habe ich 5 Fragen:
Ist es richtig, dass der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am 02.03.2005 beschlossen hat, dass die „Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit“ dem Jugendhilfeausschuss Handlungsempfehlungen für den Ersten Kinder- und Jugendförderplan vorschlagen sollte?
Ist es richtig, dass die Arbeitsgemeinschaft diese gewünschten Vorschläge nicht erarbeiten konnte, weil anberaumte work-shops mangels Teilnehmerinteresse abgesagt werden mussten?
Ist es richtig, dass daraufhin die Verwaltung entsprechende Vorschläge entwickelt hat?
Ist das Ergebnis der Verwaltung das anliegende 3-seitige Arbeitspapier oder gibt es weitere Unterlagen, die Teile des Konzeptes „Erster kommunaler Kinder- und Jugendplan“ sind?
Gibt es Vorplanungen für den 2. Kinder-und Jugendförderplan und wenn ja, wie weit sind diese fortgeschritten?
Des weiteren erlauben wir uns Anregungen zum zweiten Kinder-und Jugendplan 2009 – 2013 zu geben:
Es darf sich nicht wiederholen, dass - wie 2005 geschehen – die „Verwaltung“ derStadt Lemgo selber Vorschläge macht für den Kinder- und Jugendförderplan, die der Jugendhilfeausschuss dann einfach „absegnet“, sondern es muss rechtzeitig ein kompetentes Gremium eingesetzt werden, das kontinuierlich an den Grundlagen zur Vorbereitung des nächsten Förderplanes 2009 – 2013 arbeitet und folgendes beachtet:
1. Kinder und Jugendliche in angemessener Form zu beteiligen
2. Schulen als zentrale Lern- und Arbeitsorte aktiv einzubinden
3. Die „Richtlinien“ zur Förderung der Jugendarbeit in Lemgo an die aktuellen Entwicklungen und Bedürfnisse anzupassen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Sieweke
Wählergemeinschaft
„BfL“
„Bürger für Lemgo“
Ausgaben für die sogenannten „Weserschiffe“
Sonntag, 30. September 2007
An den Bürgermeister
Herrn Dr. Austermann
Marktplatz 1,
32657 Lemgo
Betr.: Ausgaben für die sogenannten „Weserschiffe“
Sehr geehrter Herr Austermann,
die von Ihnen erhaltenen Unterlagen lassen erkennen, dass sich auch die Stadt Lemgo mit
einem Betrag an den Kosten der Weserschiffe beteiligt hat. Weiterhin steht fest, dass sich
die Stadt Lemgo auch an den künftig anfallenden Kosten sowie an den noch nicht gedeckten
Kosten auf Grund der Mitgliedschaft im Zweckverband beteiligen muss.
Wir sind übereinstimmend der Auffassung, dass die Weserschiffe mit der Weserrenaissance, für die ja das Weserrenaissancemuseum steht, absolut nichts zu tun hat. Von daher sind aus unserer Sicht alle bisherigen Maßnahmen schon überflüssig gewesen. Die bisher verwendeten
Mittel hätten aus unserer Sicht sehr gut für viele bessere Projekte eingesetzt werden können.
Die jetzige Entscheidung, die Weserschiffe „einzulagern“ bestätigt unsere Auffassung sehr deutlich.
Leserbrief zur Einführung der kaufmännischen Buchführung in Lemgo
Mittwoch, 15. August 2007
"Die reichen Lemgoer oder wie aus Verlierern Gewinner
werden wollen"
Da
staunt der Laie und der Fachmann wundert sich! Was ist geschehen? Da haben es
die verantwortlichen Parteien in Lemgo zusammen mit dem Bürgermeister
geschafft, innerhalb von 6 Jahren die Schulden in Lemgo von ca. 35 Mio. EUR auf
über 100 Mio. EUR zu erhöhen. Eine stramme Leistung, die von hoher
Verantwortlichkeit für Lemgo, die Bürger von Lemgo und insbesondere für die
nächsten Generationen geprägt ist.
Über
100 Mio. EUR Schulden, aber die Rettung naht, wie uns die Verwaltungsspitze
mitteilt (siehe LZ-Bericht vom 11.08.07). Nach der Umstellung der
Buchführungssystematik stellen Bürgermeister und Beigeordneter (beide CDU)
fest, dass diesem horrenden Schuldenberg 350 Mio. EUR Vermögen
gegenüber stehen, was einer Eigenkapitalquote von 70% entspräche. Wer hat das
schon, wird dann auch noch süffisant gefragt? Und: Die Stadt sei gesünder, als
bisher angenommen und die Gesamtsituation sei besser, als viele vermuten, wird
der Bürgermeister zitiert.
Anregung gemäß § 24 GO i.V.m. § 14 Hauptsatzung der Alten
Hansestadt Lemgo
Hochwasserschutz Flachsrottenweg
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Schreiben der Anwohner des Flachsrottenweges vom
29.05.07 sind der Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo, wie auch die
Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien über wiederholte
Hochwasserschäden an den Gebäuden im Flachsrottenweg bei Starkregen informiert
worden. Die Ursache hierfür ist eine offensichtlich zu gering dimensionierte
Kanalisierung.
Die Anwohner des Flachsrottenweges haben den konstruktiven Vorschlag
zur Errichtung eines Regenauffangbeckens im Feldbereich in Höhe der Chemnitzer
Str. unterbreitet.
Diese Anregung möchte ich hiermit formal gemäß den
Regelungen des § 24 GO NRW i.V.m. § 14 der Hauptsatzung der Alten Hansestadt
Lemgo anhängig machen.
Für den Fall, dass dieser Anregung nicht gefolgt werden
sollte, bitte ich um Beantwortung der folgenden Fragen:
Seit wann dem Rat das Problem der Überflutung von Haushalten
am Flachsrottenweg bei starken Regenfällen bekannt ?
Warum hat die Stadt Lemgo bisher nicht auf das Problem
reagiert?
Wie sieht der alternative Lösungsansatz der Stadt Lemgo aus?
Wann ist mit einer Lösung zu rechnen?
Wenn keine zeitnahe Lösung möglich ist, welche anderen
Projekte haben aus welchen Gründen Priorität ?