Leserbrief: Der Nicolai – Kirchplatz in Lemgo, oder ein unmoralisches Angebot?
Dienstag, 16. März 2010
Nach der Lektüre der LZ vom 10. März war ich erst der Meinung, einem Aprilscherz aufgesessen zu sein, so unglaublich war der Artikel / Kommentar des Herrn Backe.
Hier sollen hohe Geldbeträge hin – und hergeschoben werden um andere zu täuschen bzw. um Regelungen zu umgehen.
Diese geplante Vorgehensweise ist rechtlich bedenklich und moralisch mehr als fragwürdig. Als Signal für die Menschen ist es jedoch eine Katastrophe. Tricksen und die Grenzen der Legalität ruhig mal überschreiten. Ganz hervorragende Vorbilder und Träger unserer Gesellschaft. Auch wenn Herr Superintendent Lange seinen Vortrag perfekt eingebracht hat und die LZ ihn auch in dem Artikel /Kommentar sehr unterstützt, ( regionales Handwerk, sinnvoller Unterbau, Jahrhundertchance ) bleibt dieses Vorgehen gefährlich nahe an „Lug und Betrug“.
Das sind die Bürger zwar mittlerweile von einigen Politikern gewohnt,
siehe das „Bünemann- und Kaspertheater“ im Braker Schloss, gleichwohl
sollten sich die Damen und Herren des Lemgoer Rates nicht auf dieses
„windige“ Geschäft einlassen.
Sie sollen hier über den „Ratstisch“ gezogen werden und zwar so
geschickt, dass sie die Reibungsenergie als Nestwärme empfinden.
Im Übrigen, ein LKW – tragfähiger Unterboden ist eben nicht sinnvoll
sondern absoluter Blödsinn, es sei denn, ST. Nicolai will den
Kirchplatz als Umladestation für den Lemgoer Hausmüll verpachten.
Eine ganz einfache Rechnung bietet sich hier an: St Nicolai nimmt ihr
Eigenkapital von 390 000 Euro, dazu die versprochenen Spenden des Herrn
Superintendenten von 72 000 Euro, so kommen sie auf einen Betrag von
462 000 Euro und damit kann man einen vernünftigen Kirchenplatz
gestalten, auch wenn er nicht für Schwerlast-LKW geeignet ist. Fazit:
Die Kirche hat einen vernünftigen Kirchplatz ohne einen Cent
Schuldengelder des Steuerzahlers. Das hätte Vorbildcharakter!