Leserbrief: Armes Lemgo - Lemgo und die freie Wallfahrt
Samstag, 13. September 2008 00:00
Viele Lemgoerinnen und Lemgoer Bürger hatten auf das Prinzip Hoffnung gesetzt. Aber wie schon bei der Besetzung der Beigeordnetenstelle sind diese Hoffnungen wie eine Seifenblase geplatzt! Die freie Wallfahrt kommt, allen Sicherheitsbedenken der Fachleute zum Trotz. Die CDU muss für die Unterstützung der GRÜNEN bei der Wahl des Beigeordneten ihren Tribut zollen. Hilfst du mir, helfe ich dir, lautet das armselige Prinzip.
Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bleiben wie schon so oft unberücksichtigt und ungehört. Geldverschwendung zu Lasten der Stadt und damit zu Lasten der Einwohner spielt bei den derzeitigen Entscheidungsträgern keine Rolle. Die am höchsten verschuldetste Gemeinde in Lippe gibt ohne Sinn und Verstand weiter Geld aus, obwohl die Aussichten im nächsten Jahr eine noch höhere Verschuldung von wieder weit über 100 Millionen EUR prognostizieren.
Was jeder vernünftige Mensch in einer solchen Situation unternehmen
würde, nämlich zu prüfen, welche Maßnahmen überflüssig sind, das machen
der Lemgoer Bürgermeister sowie die CDU und die GRÜNEN nicht. Es ist ja
auch nicht ihr Geld. Sollen die jetzigen Gebührenzahler und später noch
die Lemgoer Kinder doch ruhig höhere Gebühren zahlen, bedingt durch
steigende Tilgungsleistungen, als die Einwohner anderer Gemeinden. Was
kümmert uns das! Hauptsache, der Bürgermeister kann irgendwo ein Band
für die freie Wallfahrt durchschneiden und sich in der Zeitung
präsentieren. Armes Lemgo, kann ich nur feststellen.
Für Lemgo und seine Bürgerinnen und Bürger kann ich nur hoffen, dass
dies alles nicht vergessen wird, wenn die Kommunalwahl in Juni 2009
ansteht. Ich werde es nicht vergessen und alles dafür tun, dass es auch
allen Lemgoerinnen und Lemgoern in Erinnerung bleibt.