BfL: "Lemgo braucht eine vernünftige Alternative!"
Mittwoch, 26. November 2008
Wird Wolfgang Sieweke Lemgos neuer Bürgermeister?
Lemgo (ti). Die Wählergemeinschaft "Bürger für Lemgo" hat Wolfgang Sieweke als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Neben Dr. Reiner Austermann, der sich zur Wiederwahl stelle und seinem Gegenkandidaten Udo Golabeck müsse es einen dritten Kandidaten als Alternative geben, sagt Gründungsmitglied Sieweke in seiner Rede zur Kandidatur. "Wir wollen Unabhängigkeit zu den Parteien demonstrieren", denn an der derzeitigen Politikverdrossenheit der Bevölkerung sei der amtierende Bürgermeister mit verantwortlich, so Sieweke weiter. Nicht umsonst würde Austermann von etlichen Lemgoerinnen und Lemgoern " CDU-Bürgermeister" genannt. "Ein Bürgermeister aber ist allen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und nicht nur einer Partei", macht Sieweke in seiner Rede klar. "Wenn man Lemgo voranbringen will, muss man als Bürgermeister eigene Visionen haben, transparent machen und letztlich auch dafür kämpfen". In der Funktion des Bürgermeisters sähe er sich eher als einen "Anwalt der Bürger". Obendrein würden die Ratssitzungen mehr und mehr zur Show und reinen Selbstdarstellung verkümmern. Sieweke ist sich sicher: "Lemgos Bürger wollen eine Veränderung!"
"Politik ist nicht mehr das, was sie einmal war - sie ist nicht mehr
für die Bürger da!", sagt Bernd von Nordheim, Vorsitzender der
Wählergemeinschaft "Bürger für Lemgo" (BfL). Lemgo brauche eine
Alternative: eine Politik von Bürgern und mit Bürgern. Als Beispiel
negativer Höhepunkte nennt er unter anderem die Beigeordnetenwahl, die
er eher als Beigeordneten"skandal" bezeichnen möchte. Ein weiterer
negativer Höhepunkt sei die zu erwartende Verschuldung der Alten
Hansestadt auf über 100 Millionen Euro, aber auch die "Freie
Wallfahrt". Entscheidungen würden getroffen, über die Köpfe der
Bürgerinnen und Bürger hinweg. Während aber die etablierten Parteien
über schrumpfende Mitgliederzahlen klagten, könne der Verein "Bürger
für Lemgo" sich über stetig wachsende Mitgliederzahlen freuen.
"Mittlerweile haben wir etwa 76 Mitglieder!", verkündet Bernd von
Nordheim nicht ohne Stolz "und werden allem Anschein nach, noch in
diesem Jahr das 100. Mitglied ehren können!" So gesehen sieht er in der
Kommunalwahl des kommenden Jahres eine einmalige, riesige Chance:
Endlich hätten die Lemgoer Bürgerinnen und Bürger eine vernünftige
Alternative. "Wenn nicht jetzt - wann dann? Und wenn nicht wir - wer
sonst?", zeigt sich der Vorsitzende überzeugt.