Wie in dem Artikel vom 14.03.09 zu lesen war, scheinen die Stadtwerke über eine
Erhöhung der Eintrittspreise nachzudenken. Wenn ich schon nachdenken lese und einen
Bericht in der Presse sehe, dann weiß ich genau, was die Stunde geschlagen hat.
Löwenanteil der „Miesen“ bringt uns das EAU-LE. Die beiden kleinen Ortsteilbäder,
die bereits seit einiger Zeit verstärkt von Freibadvereinen am Leben erhalten werden, sollen
die Suppe des Lemgoer Bades mal wieder mit auslöffeln. Ohne die Freibadvereine wären
diese Bäder längst Geschichte. Aber mal ehrlich, was wollen die Stadtwerke denn diesen
freiwilligen Helfern noch aufbürden? Oder wird auf diesem Wege versucht, mit überhöhten
Eintrittspreisen ein Fernbleiben der Badegäste in Lieme und Kirchheide zu erreichen, um dann mit einer Schließung wegen Unrentabilität als Lösung aufzuwarten? Danach fahren wir dann ALLE mit dem Stadtbus nach Lemgo, um das dortige Bad zu bevölkern.
Nicht übel, dieser Gedanke, aber das wollen wir doch Alle nicht, oder?
Grundsätzlich sollte dazu mal gesagt werden, die wenigen EURO, die den
Familien derzeit
unter Berücksichtigung von Kurzarbeit oder noch schlimmer, bei
Arbeitsplatzverlust bleiben, reichen vermutlich in den nächsten Jahren
nicht für einen Urlaub auf den Kanaren.
Was bleibt, ist das örtliche Schwimmbad, in dem dann auch „Urlaub“
gemacht wird. Wen trifft denn eine solche Preiserhöhung wieder am
heftigsten? Richtig, Familien und deren Kinder!
Was bleibt, um die in allen Bereichen erhöhten Kosten zu decken? Klar,
Parkgebühren erhöhen, aber dass hält genug Autofahrer davon ab, in
diesem kaum genutzten, unnötigen Steinklotz mit Schießscharten das Auto
abzustellen. Ab in die Wüste damit! Dann wird eben der Strompreis
erhöht. Schlimm nur, dass heutzutage über das Internet ein genauer und
einfacher Tarifvergleich möglich wurde und ein Wechsel des Anbieters
somit keine Hexerei mehr ist. Da laufen Sie dann scharenweise, die
Kunden der Stadtwerke! Ja da bleibt ja nur das, was als Lemgoer Monopol
gegenüber seinen Bürgern gilt und was in der direkten Nähe niemand
anderes anbieten kann, nämlich die Erhöhung der Eintrittsgelder der
Freibäder.
Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, das die Stadtwerke eine
100%ige Tochter der
Stadt Lemgo sind. Und eine ganz wichtige Frage stellt sich noch: Wer
sitzt wohl im Aufsichtsrat der Stadtwerke und bestimmt deren
Preispolitik?