Nun haben sie es also doch geschafft. Obwohl Lemgo in Schulden versinkt und obwohl eine deutliche Mehrheit der Lemgoer Bürger dieses unsinnige Projekt überflüssig ansieht und ablehnt wird die „Freie Wallfahrt“ durchgedrückt. Koste es was es wolle, die verantwortlichen Politiker müssen es ja nicht aus eigener Tasche bezahlen! Und auf ein paar mehr Schulden kommt es dem Bürgermeister Dr. Austermann, der CDU und den GRÜNEN in Lemgo nicht an.

Die Art und Weise der Umsetzung ist wie ein Fortsetzungsroman. Wie immer werden die anderen politischen Parteien „dumm gehalten“. Diesmal wurde vor der Entscheidung im Verkehrsausschuss sogar nur eine Tischvorlage präsentiert, so dass den Ausschussmitgliedern bewusst die Möglichkeit genommen wurde, sich vernünftig vorzubereiten. Zusätzlich wird, wie schon oft geschehen, der klar erkennbare Bürgerwille missachtet.

Dass, wie es der Lippischen Landeszeitung vom 20.06.08 zu entnehmen ist, Herr Rawe als Leiter der Polizeiwache Lemgo, dessen realistische und vernünftige Einstellung zu diesem völlig blödsinnigen Projekt hinlänglich bekannt ist, „offensichtlich auf mehr oder weniger sanften Druck von oben nicht an dieser Sitzung teilnehmen durfte“ ist ein Skandal und zeigt einmal mehr deutlich die politische Kultur in Lemgo. Hier ist ein Sumpf entstanden, der nur den eigenen Freunden und den Freunden der mehrheitsbeschaffenden Partei, sprich den GRÜNEN, weiterhilft, nicht aber den Lemgoer Bürgern.

Diesen Sumpf kann nur der Wähler bei der nächsten Wahl trocken legen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei dieser vorhandenen politischen Kultur und diesen für die Bürger belastenden Entscheidungen, wie sie in Lemgo in den letzten Jahren getroffen wurden, auch noch ein Bürger die CDU und die GRÜNEN wählt.

Bernd von Nordheim