BfL: "Lemgo braucht eine vernünftige Alternative!"

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Wird Wolfgang Sieweke Lemgos neuer Bürgermeister?

Lemgo (ti). Die Wählergemeinschaft "Bürger für Lemgo" hat Wolfgang Sieweke als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Neben Dr. Reiner Austermann, der sich zur Wiederwahl stelle und seinem Gegenkandidaten Udo Golabeck müsse es einen dritten Kandidaten als Alternative geben, sagt Gründungsmitglied Sieweke in seiner Rede zur Kandidatur. Wolfgang Sieweke und Bernd von Nordheim"Wir wollen Unabhängigkeit zu den Parteien demonstrieren", denn an der derzeitigen Politikverdrossenheit der Bevölkerung sei der amtierende Bürgermeister mit verantwortlich, so Sieweke weiter. Nicht umsonst würde Austermann von etlichen Lemgoerinnen und Lemgoern " CDU-Bürgermeister" genannt. "Ein Bürgermeister aber ist allen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und nicht nur einer Partei", macht Sieweke in seiner Rede klar. "Wenn man Lemgo voranbringen will, muss man als Bürgermeister eigene Visionen haben, transparent machen und letztlich auch dafür kämpfen". In der Funktion des Bürgermeisters sähe er sich eher als einen "Anwalt der Bürger". Obendrein würden die Ratssitzungen mehr und mehr zur Show und reinen Selbstdarstellung verkümmern. Sieweke ist sich sicher: "Lemgos Bürger wollen eine Veränderung!"

"Politik ist nicht mehr das, was sie einmal war - sie ist nicht mehr für die Bürger da!", sagt Bernd von Nordheim, Vorsitzender der Wählergemeinschaft "Bürger für Lemgo" (BfL). Lemgo brauche eine Alternative: eine Politik von Bürgern und mit Bürgern. Als Beispiel negativer Höhepunkte nennt er unter anderem die Beigeordnetenwahl, die er eher als Beigeordneten"skandal" bezeichnen möchte. Ein weiterer negativer Höhepunkt sei die zu erwartende Verschuldung der Alten Hansestadt auf über 100 Millionen Euro, aber auch die "Freie Wallfahrt". Entscheidungen würden getroffen, über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg. Während aber die etablierten Parteien über schrumpfende Mitgliederzahlen klagten, könne der Verein "Bürger für Lemgo" sich über stetig wachsende Mitgliederzahlen freuen. "Mittlerweile haben wir etwa 76 Mitglieder!", verkündet Bernd von Nordheim nicht ohne Stolz "und werden allem Anschein nach, noch in diesem Jahr das 100. Mitglied ehren können!" So gesehen sieht er in der Kommunalwahl des kommenden Jahres eine einmalige, riesige Chance: Endlich hätten die Lemgoer Bürgerinnen und Bürger eine vernünftige Alternative. "Wenn nicht jetzt - wann dann? Und wenn nicht wir - wer sonst?", zeigt sich der Vorsitzende überzeugt.

©  Lippische Wochenschau vom 27.11.2008