Lippe aktuell:»Bürger für Lemgo« stellen ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl vor

»Demokratie lebt von der Bürgerbeteiligung« 

Lemgo (m­k). Seit der Grün­dungs­ver­an­stal­tung der »Bür­ger für Lem­go« (B­fL) in der Bra­ker Schloss­scheune im März 2007 ist viel ge­sche­hen. Da­mals hatte sich eine Hand­voll Le­ser­brief­schrei­ber voll des Är­gers ü­ber die da­ma­lige Ab­ge­ord­ne­ten-Dis­kus­sion zu­sam­men­ge­fun­den, um un­ter der Ma­xime »bür­ger­nah – sach­be­zo­gen – un­ab­hän­gig« eine Wähl­er­ge­mein­schaft zu grün­den, die ab­seits von Par­tei­klün­gel und Seil­schaf­ten Po­li­tik für die Lem­goer Bür­ger ma­chen soll­te. Er­klär­tes Ziel war die Teil­nahme an der Kom­mu­nal­wahl 2009.
Mitt­ler­weile steht das Wahl­pro­gramm der BfL, das das Team um Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Wolf­gang Sie­weke jetzt im Ge­spräch mit »Lippe ak­tu­ell« näher er­läu­ter­te: Heute wie vor zwei Jah­ren pran­gern die BfL »­Par­tei­en­ar­ro­ganz, Frak­ti­ons­zwän­ge, macht­ori­en­tier­tes Tak­tie­ren, Geld­ver­schwen­dung und das Miss­ach­ten von Bür­ger­in­ter­es­sen« in der Lem­goer Po­li­tik an. Des­halb schließt Sie­weke auch eine feste Ko­ali­tion mit egal wel­cher Frak­tion im kom­men­den Rat aus. »A­ber wenn man in Ein­zelthe­men Ge­mein­schaf­ten fin­det, kön­nen wir trotz­dem Part­ner für eine ver­läss­li­che Zu­sam­men­ar­beit sein«, so Sie­we­ke, der sich stets nur »Sach­zwän­gen statt Ko­ali­ti­ons­zwän­gen« un­ter­wer­fen möch­te.

Im De­tail for­dern die BfL, alle künf­ti­gen Aus­ga­ben in der Al­ten Han­se­stadt noch ein­mal neu zu be­wer­ten und auf den Prüf­stand zu stel­len. Auf kei­nen Fall dürfe aber in den Be­rei­chen Kin­der­gär­ten, Ju­gend­ar­beit, Ver­eine und Eh­ren­amt ge­spart wer­den. »Im Be­reich der Stadt­ent­wick­lung ist mitt­ler­weile vie­les auf den Weg ge­bracht wor­den, was wir be­reits vor ei­nem Jahr ge­for­dert ha­ben«, er­klärt BfL-Grün­dungs­mit­glied Bernd von Nord­heim. Den­noch gebe es noch viel zu tun. Die Ge­stal­tungs­sat­zung für die In­nen­stadt müsse zum Bei­spiel noch ein­mal ü­ber­dacht und un­ter an­de­rem zu Guns­ten der Ga­stro­no­men viel freier ge­stal­tet wer­den. ­Der Aus­bau der Nor­dum­ge­hung ist nach Wunsch der BfL zü­gig vor­an­zu­trei­ben, die Kin­der­gar­ten­bei­träge in der Al­ten Han­se­stadt soll­ten an das li­neare Bei­trags­mo­dell des Krei­ses Lippe an­ge­passt wer­den und nach Vor­stel­lung von Wolf­gang Sie­weke ist eine Ver­schlan­kung der Ver­wal­tung »von oben« un­um­gäng­lich. »Eine Be­set­zung von Lei­tungs­äm­tern sollte außer­dem nach Sach­kom­pe­tenz und Qua­li­fi­ka­tion und nicht nach Par­tei­zu­gehö­rig­keit er­fol­gen«, so Sie­we­ke. »­De­mo­kra­tie lebt von der Bür­ger­be­tei­li­gung«, er­klären die BfL in ih­rem Wahl­pro­gramm und ru­fen alle Lem­goer dazu auf, sich künf­tig ak­tiv, zum Bei­spiel im Rah­men von Bür­ger­ver­samm­lun­gen, am po­li­ti­schen Ge­sche­hen zu be­tei­li­gen. »­Die Bür­ger soll­ten vor al­lem des­halb jetzt zur Wahl ge­hen, weil sie jetzt erst­mals eine echte Al­ter­na­tive ha­ben«, so Bernd von Nord­heim ab­sch­ließend. Mehr In­for­ma­tio­nen zum Wahl­pro­gramm der BfL gibt es auch auf ih­rer Wahl­kampf-Ab­schluss­ver­an­stal­tung am Diens­tag, 25. Au­gust, ab 19.30 Uhr im Schüt­zen­haus Lemgo oder un­ter ww­w.­bu­er­ger-fuer-lem­go.de im In­ter­net.

©  Lippe aktuell 19.08.2008