BfL erwartet eine generelle Auslegung von Altlasten
Was schlummert alles im Grund und Boden?

Lemgo. Die BfL möchte generell wissen, welche Altlasten in der Alten Hansestadt bekannt sind und welche Standorte die Umwelt noch gefährden und belasten können. Darüber hinaus erwartet sie von der Verwaltung die Information über Altlasten, die im Altlastenkataster aufgeführt, aber heute nicht mehr von Bedeutung sind.


Was schlummert in der Erde, in unseren Wäldern und unter Gebäuden? Diese Frage kommt in Gesprächen immer wieder auf, vor allem mit älteren Einwohnern. Hierbei wird von vergessenen wilden Mülldeponien aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts gesprochen, von Brachland, das nicht mehr bewirtschaftet wird oder aber auch von ehemaligen Tankstellen, die heute anderweitig genutzt werden oder vor sich hin dümpeln. Angeblich soll es allein in Lemgo an über 400 Orten mehr oder weniger Altlasten geben, so Ratsmitglied Karl Horst Puchert.
Jetzt muss sich der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Hochwasserschutz in seiner nächsten Sitzung mit den Altlasten beschäftigen, die durch eine ehemalige Chemische Reinigung entstanden sind. Dass das Thema immer wieder aktuell wird, zeigt auch die Anfrage einer Bürgerin während der letzten Ratssitzung über einen möglichen Gefährdungsgrad ihres Grundstücks, das in unmittelbarer Nähe des Postgeländes liegt, wo vor etlichen Jahren das Lemgoer Gaswerk stand.

 

Bürger für Lemgo fordern:
Bürgernahe und transparente Rats- und Ausschussarbeit

Lemgo. Die Bürger sollen vor bevorstehenden Straßenbaumaßnahmen rechtzeitig unterrichtet werden, war im letztem Herbst eine Forderung der BfL. Während der Klausurtagung Ende Februar wurde das Thema vertieft und ausgeweitet.


Es steht außer Zweifel, dass Rat und Verwaltung um eine bürgernahe und transparente Rats- und Ausschussarbeit bemüht sind. Doch durch eine Vielzahl von Vorgängen ist es in der Regel schwierig, immer auf den neusten Stand der jeweiligen Maßnahme zu sein.
Aus diesem Grunde hat die BfL jetzt beantragt, dass in den Sitzungen des Rates und seinen Fachausschüssen der zusätzlicher, ständiger Tagesordnungspunkt „ Bericht über die Ausführung von Beschlüssen“ aufgenommen wird. Als Beispiel wird die Kreisstadt Siegburg angeführt, wo die regelmäßige, kurz gefasste Berichterstattung seit Jahren erfolgreich durchgeführt wird.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Presse, aber auch die Mitglieder im Rat und die Mitarbeiter der Verwaltung können sich hierdurch fortlaufend über die Ausführung der erfolgten Beschlüsse und somit über den jeweiligen Sachstand informieren. Dies trägt zu einer transparenten und besser nachvollziehbaren Arbeit des Rates und seinen Ausschüssen bei.
Auf die Frage, ob dies eine Mehrbelastung für die Mitarbeiter der Verwaltung sei, antwortet der Fraktionsvorsitzende der BfL, Wolfgang Sieweke, dass eine nennenswerte Mehrbelastung auf Grund der sehr kurzen Berichterstattung nicht entsteht. Langfristig führt diese Maßnahme zu einer Entlastung der Verwaltung, da sie gleichzeitig eine Eigenkontrolle sei und außerdem ein Teil von Nachfragen entfallen werden.

Siehe: Aktuelles - Anträge

 

Bei herrlichem Winterwetter :
Die Bürger für Lemgo erkunden den Biester Berg

Lemgo. Bei herrlichem Winterwetter trafen sich am letzten Wochenende die Bürger für Lemgo und interessierte Gäste, um das Gebiet um die Lipperlandhalle, die Uni OWL und die angrenzenden Siedlungen vogelkundlich zu erwandern. Danach führte der Weg in das Naturschutzgebiet des Biester Berges.

Das Foto zeigt die Wandergruppe der BfL unterhalb des Waldgebietes mit Blick auf die Kulisse der Alten Hansestadt Lemgo.
Das Foto zeigt die Wandergruppe der BfL unterhalb des Waldgebietes mit Blick auf die Kulisse der Alten Hansestadt Lemgo.

Schwerpunkt der Exkursion war es fest zu stellen, welche Vogelarten überwintern und welche schon von der langen Reise aus dem Süden wieder zurück sind. Um es vorweg zu nehmen: Der Winter hatte die Frühankömmlinge wie Lerche und Goldammer noch aufgehalten.
Lienhard Meßling, Mitglied im Ausschuss für Umwelt-Klima- und Hochwasserschutz, führte die Teilnehmer sachkundig und gab manchen Hinweis, den Unkundige während einer Winterwanderung sicher übersehen hätten. So erklärte der Hobby-Ornithologe, dass im letzten Jahr bis zu 40 verschiedene Vogelarten von der NABU in diesem Areal festgestellt wurden, sowohl Gartenvögel als auch Arten, die sich nur in Wald und Flur aufhalten. So wurden auch drei Neuntöter, die Grasmücke und der Rohrsänger gesichtet. Das Naturschutzgebiet Biester Berg ist ein ehemaliges Übungsgebiet der Britischen Rheinarmee. Die Natur hat mit den Jahren letzte Spuren der Verwüstungen verwischt. Wo einst Panzer das Gelände umgepflügt haben ist mittlerweile Buschwerk gewachsen. Durch Hohlwege findet der Wanderer seinen Weg. Die BfLer sind sich einig, dass in diesem Naturschutzgebiet kein Panoramaweg errichtet werden sollte, wie mancher Bürger es in Gesprächen gefordert hatte. In diesem Kleinod als Naherholungsgebiet der Alten Hansestadt Lemgo sollte alles der Natur überlassen bleiben. Lediglich die notwendigen Arbeiten sollten im Einklang mit dem Naturschutzgesetz durchgeführt werden.