Lippische Landeszeitung: Aufgaben bereits vorher verteilt

Förderplan ohne Beteiligung freier Träger

Lemgo (tis). Zwei Werkshops zum Kinder- und Jugendförderplan waren einst anberaumt – aber nur der erste der Termine fand statt. Beim zweiten war das Interesse der freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit erlahmt. Mit einer Eingabe sorgt die Bürgerinitiative „Bürger für Lemgo" nun dafür, dass sich der Jugendhilfeausschuss erneut mit dem Thema befassen wird.
Für die Jahre 2007 bis 2009 hatte der Jugendhilfeausschuss
als Reaktion auf das vor zwei Jahren nicht zustande gekommene zweite Treffen hin die Verwaltung beauftragt, den Förderplan selbst zu erstellen, wie Reinhold Tölke, Leiter des Jugendamtes, bestätigt. In diesem Plan sollen Kommunen die Schwerpunkte ihrer Kinder-und Jugendarbeit fixieren - möglichst unter Beteiligung der freien Träger. Geklappt hat in Lemgo nur ersteres, was die „Bürger für Lemgo" monieren. Tölke indes hat eine einfache Antwort: Entweder besorgen die Träger in der alten Hansestadt hauptsächlich ehrenamtlich einen klar umrissenen Aufgabenbereich oder aber es bestünden bereits Leistungsverträge, die über die Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit Auskunft gäben.
Zusätzliche Aufgaben seien nicht zu verteilen gewesen. Von den für freie Träger vorgesehenen 30000 Euro bekämen einige Organisationen gerade einmal einen dreistelligen Betrag. Das geringe Interesse könne er daher durchaus nachvollziehen, unterstrich der Amtsleiter.
Wolfgang Sieweke von den „Bürgern für Lemgo" schlägt in seinem Antrag für die Fortschreibung des Planes vor, Kinder und Jugendliche sowie die Schulen an der Erarbeitung zu beteiligen.
 
©  Lippische Landeszeitung vom 06.11.2007