Die BfL-Fraktion im Rat der Alten Hansestadt Lemgo hatte zu
einer Wanderung durch das Furlbachtal eingeladen. Unter dem Motto „Wandern durch
Sand und Heide“ folgten der Einladung auch zahlreiche Gäste. Der
Bfl-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sieweke begrüßte die Teilnehmer am
Ausgangspunkt Schlingsbruch in Augustdorf. Er freute sich, für die kompetente
Führung den Diplom-Biologen Peter Rüther, Projektleiter des Naturschutzgroßprojekt
Senne und Teutoburger Wald,gewonnen zu
haben. Im Rahmen derExkursion ging es
in dem bewaldeten Naturschutzgebiet über einen Lehrpfad durch Schluchten und
über Hügel. Der Biologe vermittelte den Teilnehmern in dieser einzigartigen Landschaft
viele Detailkenntnisse aus Flora und Fauna. Er wies darauf hin, dass die
urwaldartige Beschaffenheit des 205 ha großen Naturschutzgebietes für viele
gefährdete Vogelarten ideale Lebensbedingungen bietet. Der Wanderer kann hier
noch die Wasseramsel und den Eisvogel, aber auch die Waldschnepfe und die
Gebirgsstelze antreffen. Immer wieder kreuzten die Exkursionsteilnehmer den
knapp 15 Kilometer langen Furlbach, einen Nebenfluss der Ems, dessen gute
Wasserqualität eine ideale Laichstätte für gefährdete Fischarten ist.
Peter Rüther
vermittelte außerdem einen Einblick in die spezielle Entwicklung der Landschaft
seit der Eiszeit bis heute. Alle waren darüber erstaunt, dass sie auf einer bis
zu 60 Meter starken Sandschicht einer Binnendüne wanderten, die ursächlich für
den Wuchs der hier vorherrschenden Kiefernkultur ist.
Beeindruckt
von der einzigartigen Landschaft und der gelungenen Veranstaltung waren sich
die Teilnehmer einig, dass für den Herbst eine ähnliche Exkursion, diesmal
wieder auf Lemgoer Gebiet, geplant werden soll.